Was bedeutet Mannequin?

Das Wort "Mannequin" stammt aus dem Niederländischen mannekijn ("Männchen") ab und bedeutet "Gliederpuppe". Dies ist ein anatomisches Modell eines Menschen, das viele Maler und Schneider nutzen.  Wie alles, was früher etwas mit Mode zu tun hatte, kommt auch das Wort Mannequin aus Frankreich, hat aber seinen Ursprung in den Niederlanden. Der französische Hof in Paris war früher das Zentrum der Mode. Wer es sich leisten konnte, wollte nach der französischen Mode gekleidet sein. Allerdings konnte nicht jeder in die Modemetropole für einen Einkaufsausflug reisen. Somit wurden kleine Puppen - sogenannte Mannequins - gekleidet und in der neuesten Mode rund um die Welt geschickt. Erst der britische Seidenhändler und Modeschöpfer Charles Frederick Worth änderte dieses Konzept im Jahr 1858 und verwendete Personen statt Puppen, um seine neuesten Kreationen vorzuführen. In der heutigen Zeit, in der sich die französische Hauptstadt die modische Vorherrschaft mit Mailand, London und New York teilen muss, werden die Vertreterinnen und Vertreter dieser Berufsgattung meist Models, Fashion Models, Laufsteg Models oder Couture Models genannt.

Bis 1980 wurde zwischen Mannequins, die auf Laufstegen die Mode in szene setzten und Fotomodellen unterschieden. Der Grund dafür war, dass sich die Körpergröße der Models stark unterschieden hat. Während ein Mannequin für eine Fotoproduktion meist zu groß war, waren die Fotomodelle für die Kleidungsstücke auf dem Laufsteg zu klein.