Was ist ein Exklusivvertrag?

Zwischen Model & Kunde

In der Werbung kommt es nicht selten zu exklusiven Verträgen zwischen Model bzw. Darsteller und Kunde. Ziel der Brands ist es ihre Kampagne über einen bestimmten Zeitraum direkt mit einem Model in Verbindung zu bringen und für Konkurrenz-Marken ihr Werbegesicht nicht zugänglich zu machen. Der Vorteil besteht für das Unternehmen darin, dass der Kunde die Marke mit einer bestimmten Person identifiziert und somit einen höheren Wiedererkennungswert schafft. Das Model/Werbegesicht verpflichtet sich für einen vereinbarten Zeitraum keine Werbung für die Konkurrenz zu machen und erhält im Gegenzug dafür eine hohe Vergütung. Diese Art von Exklusivität wird auch als Kampagnen-Exklusivität bezeichnet.

 

Zwischen Model & Modelagentur

Ein Vertrag zwischen Model und Modelagentur ist für beide Seiten sehr wichtig, denn er regelt alle wichtigen Einzelheiten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Ohne Vertrag sollte man nicht zusammenarbeiten, damit es im Laufe der Geschäftsbeziehung nicht zu Unstimmigkeiten kommt – gerade hinsichtlich Buchungen, Gagenabrechnung & Informationspflicht. In der Praxis werden von Modelagenturen leider immer noch Exklusivverträge vorgelegt und auch von unerfahrenen Models unterzeichnet. Aber: Exklusive Verträge zur Vermittlung eines Models durch eine Modelagentur sind nach der deutschen Rechtsprechung rechtswidrig, auch wenn sie regional oder zeitlich begrenzt sind. Dennoch raten professionelle Modelagenturen ihren Models, nicht durch zu viele Agenturen vertreten zu werden, da sonst das Risiko besteht, dass ihr Marktpreis enorm gedrückt wird, wenn ein potenzieller Kunde das Model bei mehreren Agenturen anfragt. Im Zweifelsfall bucht der Kunde nämlich dort, wo er das Model am günstigsten bekommt und das senkt den eigenen Marktwert auf Dauer beträchtlich. Exklusivverträge zwischen einem Model und einer Modelagentur wären nach deutschem Recht nur zulässig, wenn dem Model eine bestimmte Summe an Geld für die Laufzeit des Vertrages zugesprochen werden würde – quasi wie ein monatliches Gehalt. Dies können Modelagenturen in der Praxis aber nicht garantieren.